Ein Jahr ist vergangen – wieder trafen wir uns im Herbst zum Notfalltag M-V. Nunmehr schon zum 8. Mal.
Doch dieses Jahr war alles etwas anders: Die DGINA hat einen Landesverband M-V gegründet und Vertreter traten an den AGMN-Vorstand mit der Anfrage zu einem gemeinsamen Fortbildungstag heran. Man habe an den November gedacht, da zu dieser Zeit weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Urlaub wären, meist das Wetter etwas schlechter und früher dunkel wird es sowieso…
Wir einigten uns auf eine Zusammenarbeit und so wurden aus dem Notfalltag zwei Tage, um reichlich Themen aus Präklinik und ZNA, sowie mehrere Workshops veranstalten zu können.
Ein voller Hörsaal im Klinikum Südstadt mit durchweg ca. 80 Teilnehmenden vor Ort und zusätzlich knapp 100 Zuschauerinnen und Zuschauer in der online-live-Übertragung belegten, dass wir mit der Themenauswahl wieder mal das Interesse geweckt hatten.
Die Sozialministerin Stefanie Drese kam persönlich für ein Grußwort und den ersten Tag. Sie zeigte uns damit, dass sie sich für den Rettungsdienst und die Notfallreform interessiert und diese auch aktiv mitgestalten und unterstützen wird (Anmerkung: zwei Tage zuvor war ein neuer Entwurf des BMG mit 100 Seiten und weitgreifenden Veränderungen im SGB V veröffentlicht worden). Mit Frau Dr. Henschel hat M-V wieder eine für den Rettungsdienst verantwortliche Ärztin im Sozialministerium, die ebenfalls vor Ort war.
Konzentration herrschte im Saal bei Themen wie „Der Tod im Rettungsdienst“, Schuss- und Stich-Verletzungen und auch bei dem Bericht, wie Rettungsdienst in Australien funktioniert. Sehr amüsant, aber auch nachdenklich stimmend war der Beitrag von Dr. Gernot Rücker, der über Drogen und seine Erfahrungen vom Drug-Screening auf diversen Festivals in M-V berichtete.
Die Zusammenfassung der neuen Reanimations-Richtlinien, das Übergabe-Schema „SINNHAFT“, Rechtsgrundlagen bei der Transportverweigerung und diverse Workshops sowie eine gute Pausenverpflegung rundeten die Tage ab.
Auch wenn nach zwei vollen Fortbildungstagen mit vielen eindrücken und kompaktem Wissen das Wochenende zur Erholung viel zu kurz war, beschloss der AGMN-Vorstand noch in seiner Vorstandssitzung am Samstagabend einstimmig einen 9. Notfall-Tag M-V im Jahr 2026 und hat den 13.11./14.11.2026 fest im Blick.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich für die Unterstützung bedanken bei
- den Organisatoren aus dem Vorstand und Beirat der AGMN
- allen Ausstellern und Unterstützern der Workshops
- den beiden DGINA-Mitgliedern und Chefärzten der ZNA UMR und KSR
- dem Verwaltungsdirektor des KSR
- der Firma Mediapier
Natürlich haben wir für das kommende Jahr schon Ideen, würden uns aber freuen, wenn Ihr über die Webseite der AGMN oder dem Landesverband der DGINA M-V Eure Ideen, Vorschläge oder auch Referenten und/oder Fallbeispiele einbringt.
Nach dem Notfalltag ist vor dem Notfalltag!
Dr. med. Claudia Scheltz B.A.
Vorsitzende der AGMM e.V.

